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Erinnerungen einer Schülerin (1953)

Gerda Schnur, geb. Ruf, gehörte zu den ersten Schülern, die 1953 das neue Schulhaus bezogen. Zuvor hatte sie die Klosterschule in der Dachauer Altstadt besucht.

Frage: In der wievielten Klasse waren Sie denn damals, als die Schule eingeweiht wurde?
Schnur: In der vierten, Anfang der vierten...
Frage: Die Einweihungsfeier war ja im Dezember: Da sind sie mitten im vierten Schuljahr...
Schnur: ... sind wir von der Klosterschule nach Dachau-Süd gekommen, mit Sack und Pack: Zeigestab, Blumentöpfe, einige Bücher, was wir halt so mit raufnehmen haben können.
Frage: Wie haben sie das transportiert?
Schnur: Mit der Hand - da hat jedes Kind ein Teil getragen: Mit der Tasche, oder den Zeigestab halt in der Hand, und von den Lehrern halt da die Sachen, was die im Schreibtisch gehabt haben, und das haben wir alles raufgetragen.
Frage: Wo haben sie damals gewohnt?

Schnur: In Dachau-Süd in der Spechtgasse.
Frage: Das war ein langer Weg zur Klosterschule!
Schnur: Ein Jahr bin ich erst einmal jeden Tag zu Fuß, rauf und runter, und dann hab’ ich bei meiner Tante gewohnt, in der Wieninger Straße unter der Woche. Und Freitags sind wir heim und dann Sonntag wieder rauf, damit wir montags haben in die Schule gehen können.

Weil im Winter war das extrem: Da haben wir zwar erst um viertel nach acht Schule gehabt, aber es war doch ein langer Weg. Es war ja teilweise dunkel, wir haben ja nicht die Straßen gehabt, was wir jetzt haben...
Frage: Wie haben sie sich denn gefühlt, wenn sie sonntags da hingegangen sind?
Schnur: Naja, gern bin ich nicht hingegangen, muß ich schon sagen. Es war halt anders als wie daheim, da mußte man sich doch umstellen. Aber durch das, dass meine Cousine dabei war, ist das schon gegangen. Erst Ende von der dritten Klasse sind dann Busse eingesetzt worden. Das waren von den erikanern so Schulbusse. Und die haben uns dann von Dachau-Süd in die Klosterschule transportiert.
Frage: Was haben sie denn so mit sich geschleppt? Der Schulranzen war sicher schwer?
Schnur: Ja, weil wir haben ja noch die Lederschulranzen gehabt, die war’n nicht leicht. Und dann die Tafel - wir haben eine Schiefertafel gehabt - und dann Holzgriffelschachtel, war ja alles aus Holz, und das war schon schwer. Dann haben wir unser Mittagessen auch dabeihaben müssen: In der Klosterschule war die Küche, und da haben wir bei den Schwestern unsere Essenseimer in die Küche reinstellen dürfen, an den Kachelofen, damit’s warm geblieben ist. Und da haben wir dann Mittag gegessen, weil wir haben jameistens bis eins Schule gehabt.
Frage: Was war das zum Beispiel?
Schnur: Ja was halt die Mutter auf’d Nacht gekocht hat: Meistens Gemüse, Fleisch und so was hat’s nicht gegeben.... - Kartoffeln, Gemüse, das war das meiste, was wir gehabt haben. Es hat dann eine Zeit gegeben, da haben sie Schülerspeisung gemacht: Das war so warme Milch, oder so ein dünner Pudding, das hat’s dann ab und zu an der Klosterschule gegeben.
Frage: Pausenbrot haben sie nicht mitgenommen…
Schnur: Auch, wenn wir nur bis zwölf (Unterricht) gehabt haben, haben wir Pausenbrot und gekochte Eier, so was mitgenommen. Aber Pausenbrot, mein Gott, was haben wir mitgekriegt: Marmelad’brot, sonst hat’s ja bei uns nichts gegeben. Meine Mama war alleine, die war Witwe ...
Frage: Wie ist das dann in Dachau-Süd gewesen?

Schnur: In Dachau-Süd da haben wir dann unsere Brotzeit dabeigehabt, da hat’s sonst nichts gegeben. Milch haben wir kaufen können, warme, oder Kaba - also Kakao hat man früher gesagt - und das hat der Hausmeister dann immer verkauft, in der Flasche, da haben wir 25 Pfennig gezahlt die Flasche und das hat man immer für eine Woche im Voraus bestellt. Später gab es beim Hausmeister, Herrn Einberger, Semmeln, Brezen usw. zu kaufen.
Frage: Sie haben ja jetzt den Vergleich durch ihre Enkelin: Was ist bei den Hausaufgaben heute anders als damals?
Schnur: Also ich meine, wir haben nicht so streng angefangen. Wir haben jazuerst mit „a“ angefangen: „A“ groß, klein, und dann die Wörter vom „A“ und so ist das weitergegangen. Aber nicht so wie jetzt durcheinander und gleich dann in Sätzen, das hat’s nicht gegeben. Also das weiß ich sicher.
Frage: Und das wurde dann auf die Tafel geschrieben.
Schnur: Das wurde auf die Tafel mit Griffel geschrieben. Das hat schön gekratzt, einen Pfeifton immer gegeben... (lacht) Wir haben eigentlich fast alles auf die Tafel geschrieben. Weil die Schwestern haben ja auch gewusst, dass die Eltern damals nicht viel Geld gehabt haben, also sind da nicht Hefte gekauft worden. Wir haben so ein paar Blätter gehabt, aber Hefte in der Klosterschule damals noch nicht.

Frage: Das waren damals noch Schwestern, die an der Klosterschule unterrichtet haben und dann hier an der Katholischen Mädchenschule Dachau-Süd, das waren Lehrerinnen. War da ein Unterschied zu merken?
Schnur: Ja! Weil die Schwestern haben eigentlich viel mehr Geduld mit Kindern als wie die Lehrerinnen. Wir haben sehr nette Schwestern gehabt, muß ich schon sagen.
Frage: Ich habe auf Fotos gesehen, dass sie so moderne Drehstühle gehabt haben ...
Schnur: Das waren unsere ersten Drehstühle, weil in der Klosterschule haben wir noch die Holzbänke gehabt. Und da haben wir ja ganz moderne Sachen gehabt. Das war schon schön, muß ich schon sagen. Wir haben auch Nähmaschinen gehabt. Weil wir haben ja damals in der 7. Klasseunsere Kochschürzen, Topflappen und so kleine Kopftücher nähen müssen. War alles da in Süd in der neuen Schule, war schon schön. In der Klosterschule haben wir ja nur Stricken gelernt oder sticken und da haben wir doch viele Möglichkeiten gehabt dann.
Frage: Was ist denn ihre schönste Erinnerung, die sie an ihre Schulzeit haben?
Schnur: Das Bad. Weil wir damals kein Bad gehabt haben. Da haben eigentlich viele Kinder noch kein Bad gehabt.
Frage: Und was ist die unangenehmste Erinnerung, die sie haben?
Schnur: Was kann ich denn unangenehmes gehabt haben? Fällt mir im Moment nix ein. Könnte nicht sagen, das irgendwas unangenehm war. Nein, könnte ich nicht sagen. Es war eine andere Zeit, aber auch schön.
Frage: Und sie sind gerne auf die Schule gegangen?
Schnur: Ja, wie man als Kind halt so gerne auf die Schule geht (lacht), weil es ist klar, manche Dinge gehen einem auch auf den Keks aber es hat einfach nichts gegeben, da hat man durchmüssen – fertig! Da sind nicht die Eltern wegen jedem zur Schule hingegangen und haben mit der Lehrerin geredet oder beschwert oder was. Das hat man selber auskämpfen müssen.

 

Schulveranstaltungen damals

Viele Veranstaltungen führten die Knabenschule und die Mädchenschule gemeinsam durch: So gehörte das Adventssingen von Anfang an zum festen Terminkalender der Schulen, genauso wie die Bundesjugendspiele, Kreissportfest, Kreisschwimmfeste, und Städtesportwettkämpfe. Während solche Veranstaltungen heute noch üblich sind, spiegeln andere die besonderen Verhältnisse der damaligen Zeit wider: Zum Beispiel 1954 die Weihnachtsaktion des Jugendrotkreuzes. Gesammelt wurde für Kriegsgefangene, die zwar formell schon entlassen waren, sich aber immer noch in den

 

sogenannten "Gewahrsländern" festgehalten wurden. Einer Schulklasse war diese Sammlung allerdings zu anonym, sie verschaffte sich die Adresse eines Gefangenen und schickte ihm ein Paket. Als der Mann im Herbst 1955 heimkehrte, besuchte er die Schulklasse, um sich zu bedanken und von seinen für die Schülerinnen sicher schwer nachvollziehbaren Erlebnissen zu erzählen. Alljährlich wurde der "Tag des Baumes" gefeiert. Anfangs wurde auf dem eigenen Schulhof ein Baum gepflanzt, später auch außerhalb, z.B. 1956 drei Bäume am Ende der Hermann-Stockmann-Straße oder 1959 eine Linde vor die neu erbaute Kirche Mariä Himmelfahrt.

sportfest50erjahre

Grundschule Dachau-Süd (1969/70)

Genau genommen feiert nur das Schulgebäude nun sein 50jähriges Bestehen, die Grundschule Dachau-Süd ist erst 34 Jahre alt: Denn erst seit dem Schuljahr 1969/70 gibt es in Bayern Grund- und Hauptschulen. Im Zuge dieser Schulreform wurden die Klassen im Schulhaus neu zusammengestellt. Die neugebildete Grundschule bestand natürlich aus den ersten vier Klassen der bisherigen katholischen Mädchen- und Knabenschule. Außerdem durften endlich auch die evangelischen Schüler aus Dachau-Süd die nahegelegene Schule besuchen. Vorher hatten sie täglich den weiten Weg zur Ludwig-Thoma-Schule gehen müssen.
Die Platznot blieb allerdings die gleiche, weil sich die Grundschule das Gebäude mit der neugebildeten Hauptschule teilen musste. Ein Schuljahr lang wurden die vierten Klassen deshalb in die Ludwig-Thoma-Schule ausgelagert, ein Schulbus transportierte Schüler und Lehrer hin und zurück. Dann brauchte diese Schule ihre Räume auch alle selbst und in Dachau-Süd war wieder Schichtunterricht angesagt. Im Dezember 1971 war dann das neue Gebäude der Hauptschule fertig und die Grundschule konnte endlich alle Räume im Haus nutzen.

Historischer Schulalltag

Das neue Schulgebäude wurde von der Katholischen Mädchenschule Dachau-Süd und der Katholischen Knabenschule Dachau-Süd bezogen. Beide waren Volksschulen, in denen Schüler von der ersten bis zur 8. Klasse unterrichtet wurden. Die Schülerinnen der Mädchenschule erledigten den Umzug selbst und mussten ihn teilweise danach in einem Aufsatz schildern. Die Räume waren unter beide Schulen aufgeteilt, jede hatte eine eigene Leitung (Rektorin Prediger bzw. Rektor Liebl) und Lehrpersonal, und

 

sogar die Pausenzeiten waren versetzt!
Die moderne Ausstattung der Schule musste nun ihre Bewährungsprobe bestehen, die sie größtenteils auch bestand. Als Nachteil erwiesen sich allerdings in heißen Sommern die großen Fensterflächen.
In der Schulchronik wird berichtet: "Im Juli 1964 waren die Tage so heiß und schwül, dass fast täglich einzelne Klassen im Schwimmbad zu finden waren. Schließlich konnte den Schülerinnen der weite Weg in der Mittagshitze nicht mehr zugemutet werden und in den Schulräumen mit den hohen Südfenstern war an eine erfolgreiche Arbeit nicht mehr zu denken. Da blieben nur noch die 'Hitzeferien' als einzige Lösung." Später wurde dann in sämtliche Fenster Isolierglas eingesetzt.

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